Spargelgenuss in der Lüneburger Heide: Restaurant im Akzent Hotel Zur Grünen Eiche Bispingen

veröffentlicht in Niedersachsen Restaurant am 16. Juni 2018

[Werbung – Zu diesem Essen wurde ich im Rahmen eines Events eingeladen]

Ihr kennt es mittlerweile von mir: wenn ich nicht sofort dazu komme, saisonale Themen zu verbloggen, warte ich lieber ein Jahr, bevor ich euch im Winter was von Erdbeeren erzähle. So auch dieses Mal. Letztes Jahr war ich zum Nordblogger-Treffen in der Lüneburger Heide. Ein Wochenende, das mich noch immer ständig begleitet, weil ich so viele wundervolle Momente sammeln konnte. Von Freizeitaktivitäten über Natur bis hin zum Kulinarischen. Und genau um letzteres soll es heute gehen. Ende Mai ist bereits Spargelsaison und auch jetzt liegt noch eine Woche vor uns, in der wir dieses wundervolle Stangenglück auskosten dürfen. Bis zum 24. Juni ist noch Zeit, jegliches Spargelgericht selbst zu kochen oder im Restaurant zu bestellen. Heute möchte ich euch das Restaurant im Akzent Hotel Zur Grünen Eiche in Bispingen-Behringen, im Herzen der Lüneburger Heide vorstellen. Ein familiengeführten Hotel und Restaurant, welches sehr viel Wert auf regionale und saisonale Küche legt.

Wie es sich für einen Familienbetrieb gehört, steht auch die Familie in der Küche. Bereits bei unserer Kutschfahrt, die ich zu einem anderen Zeitpunkt thematisieren werde, konnten wir Sven und Tino Rieckmann kennenlernen, die uns kulinarisch durch den Abend führten. Auf der Tagesordnung stand ein Spargelmenü, das es in sich hatte. Ich bin als kleiner Gourmet voll auf meine Kosten gekommen und hatte nicht nur Freude an den Gerichten sondern auch an der Atmosphäre des Restaurants. Das Team vor Ort ist eingespielt und geht voll und ganz auf den Gast ein. Bei meinen Fragen nach Laktose wurde ohne zu zögern alles wichtige in Erfahrung gebracht. Ebenso hat der Küchenchef persönlich immer wieder einen Blick zu uns geworfen und gefragt, ob alles okay sei sowie die Gerichte vorgestellt. Den krönenden Abschluss, das Dessert, hat er sogar mit seinem Bruder zusammen bei uns am Tisch zubereitet, doch dazu gleich mehr. Zunächst möchte ich euch das Menü vorstellen.

Begonnen haben wir mit einer Prinzregententorte aus Bärlauch, Lachs und Crème fraîche an getrockneten Tomaten, Gurken und lauwarmen Salat aus grünem Spargel dazu Weißwein-Trauben-Schaum und mit einem Topping aus geröstetem Schwarzbrot. Das muss man sich jetzt erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Hier wurden relativ einfache Zutaten zu einem unfassbar spektakulärem und leckeren ersten Gang zusammengezaubert. Im Gänze hört es sich dann genauso klasse an, wie es letztendlich geschmeckt hat. Ich hätte am liebsten noch einen zweiten Teller gegessen. Bei dem Lachs merkte man, wie frisch er ist und auch das Gemüse war auf den Punkt abgeschmeckt.

Im zweiten Gang konnten wir uns über gebratenen Lachs mit Kirschtomate an grüner Tomatenmarmelade, Portwein-Senfsaat und Weißwein-Schaum freuen. Auch hier wieder: die Einfachheit wurde genutzt, um ein raffiniertes Gericht auf den Tisch zu bringen. Tomatenmarmelade war mir bereits bekannt und ich wusste, dass ich sie ganz gerne mag, doch in der Variante aus Grünen Tomaten war es mir neu. Da Tomaten ja aber zu den Beeren gehören, lag es auch gar nicht so fern und so passten sich die Zutaten wieder zu einem großen Ganzen zusammen. Der Lachs war auf den Punkt gebraten und die Kirschtomate aus dem Ofen war super fruchtig und süß.

Als Hauptgang hatten wir ein klassisches Spargelessen mit Kartoffeln, Kartoffelgratin und Macairekartoffeln. Dazu gab es außerdem Bentheimer Schinken und Schnitzel sowie Hollandaise – natürlich selbstgemacht. Der Spargel war auf den Punkt gegart, etwas knackig und nicht zu lasch und die Hollandaise ein Gedicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich in Sauce Hollandaise reinlegen könnte! Mein Highlight war jedoch der Bentheimer Schinken. Dieser wird selbst hergestellt und ist somit eine Spezialität des Hauses.

Als Salzig-Liebhaber hatte ich hiermit meine Höhepunkte schon erreicht, doch das Dessert war auch für mich noch einmal ein Knaller! Es wurde eine Zitronencreme nach Art des Hauses auf den Tisch gebracht, die schon wirklich gut war, aber der krönende Abschluss war dann das mit Stickstoff hergestellte Sauerrahmeis. Vor uns auf dem Tisch wurde der Stickstoff auf die Flüssigkeit gegossen und unter ständigem Rühren das Eis hergestellt. Dazu gab es mit Wodka verfeinerten Erdbeer-Rhabarber-Kombott, Buchweizenstreusel, gefriergetrocknete Ananas und Knallbrause – das hat mich irgendwie an meine Kindheit erinnert. Nur mit mehr Alkohol. Und es hat sich mit den Erdbeeren und der Frische vom Sauerrahm einfach so wundervoll in das restliche Menü eingepasst, dass ich nur noch ein kleines Stückchen Bentheimer Schinken brauchte, um das alles für mich salzig abzuschließen.

Doch was habt ihr von meinem Menü aus dem letzten Jahr? Natürlich bietet das Restaurant auch in diesem Jahr wieder eine Spargelkarte an, die ihr von oben bis unten durcharbeiten könnt. Von dem klassischen Spargelessen über gebratenen Spargel mit Bärlauch-Hollandaise und natürlich auch Spargelsuppe. Zum Nachtisch wird weiße Kaffee Creme Brulee mit Kirsch-Kompott angeboten –alles zu einem, meiner Meinung nach, ziemlich guten Preis! Das vegetarische Spargelessen liegt bei 16,00 Euro, die Variante mit Fleisch oder Fisch kostet dann zwischen 21,90 und 23,90 Euro. Dafür bekommt ihr dann aber auch ein ganzes Bund Spargel in bester Qualität. Einmal in der Woche geht es für das Team auf den Hamburger Großmarkt, um immer die beste Qualität und Frische zu garantieren. Entsprechend kommen auch viele Produkte aus der Region und der Lüneburger Heide. Direkt aus dem Haus kommt, wie bereits erwähnt, der Bentheimer Schinken. Lokaler geht dann wirklich nicht mehr. Zur Übersicht, gibt es in der Speisekarte auch noch eine Auflistung von Regionalen Lieferanten und Produzenten. Hier ein kleiner Auszug daraus:

  • Schlachterei Rothe, Lüneburg – Fleisch vom Lüneburger Landschwein und von der schwarzbunten Kuh (40 Kilometer)
  • Schlachterei Meyer, Behringen – Heidschnuckenfleisch und Wurstwaren (500 Meter)
  • Kartoffelhandel Rudolf Kuhn, Marxen – Heidekartoffeln (30 Kilometer)
  • Oldendorfer Mühle, Oldendorf (Luhe) – Buchweizenmehl (20 Kilometer)
  • heimische Jäger – Wild aus Wald und Feld

Die Speisekarte bietet natürlich noch mehr als nur Spargel. Ihr bekommt Klassiker wie Pasta, Salate und Suppen, Fleischgerichte und auch Fisch, aber auch regionale Spezialitäten wie Heidschnucke. Außerdem bekommt man im Restaurant den „Niedersachsen Teller“, eine Aktion der DEHOGA Niedersachsen, bei der man in 56 Betrieben die niedersächsische Gastlichkeit und die Verbundenheit zur regionalen Küche schmecken kann.

Und nach dem Essen? Am besten ein Spaziergang durch die Heide! In nur wenigen Minuten ist man in der Behringer Heide oder man macht einen Spaziergang direkt zum Brunausee. Also: wann geht es für euch in die Lüneburger Heide?

Hotel Zur Grünen Eiche Rieckmann
Mühlenstraße 6
29646 Behringen/Bispingen

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für die Einladung und den wundervollen Empfang bedanken. Sowohl bei der Familie Rieckmann als auch bei der Bispingen Touristik.

Previous Post Next Post

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

You Might Also Like