Straßburg

veröffentlicht in Frankreich Reisen am 9. August 2012
Die bisher aufregendste Reise ging wohl nach Straßburg. Wie kann ich ein Reisemädchen sein, wenn ich bisher nur einmal im Ausland war – und das auch noch auf Klassenfahrt …
Straßburg kam mir gerade Recht. Frankreich, niemand spricht Deutsch (und auch nicht wirklich Englisch, was ich leider vergaß), grenznah und Freiburg ist in der Nähe, sodass ich eine Unterkunft hatte.
Reisemädchen in Frankreich? Saublöde Idee!

Die Stadt hat wirklich was zu bieten. Der Fluss Ill windet sich durch die Stadt und rahmt sie ein wenig ein, überall sind Blumenkästen an den Fenstern und die Häuser sind mit altem Stuck verziert. Die Kathedrale ist überwältigend und ließ mich nach Luft schnappen. Noch nie hatte ich so ein großes und ehrenvolles Gebäude gesehen. Ich musste mich zurückhalten, als ich an all den Fenstern mit den leckeren Kleinigkeiten vorbeiging. Eins muss man den Franzosen lassen, Pâtisserie haben sie drauf! Eine Kugel Eis kaufte ich für 1,60€ … aber sie war groß und köstlich. Deutsches Himbeereis ist nichts gegen das französische. Ich hoffe, es irgendwann mal mit dem italienischen vergleichen zu können. Mein Mittagessen bestand aus einem belegten Baguette (irgendwas mit Hähnchen, wenn ich richtig verstanden hatte), eine süßen Gebäckteil (süß, schokoladig, Pudding – ein Traum!) und einem Getränk für zusammen 4€.
Ich habe mich viel in Geschäften aufgehalten, da es doch recht warm war und trotzdem habe ich irgendwie nichts neues gesehen. Von H&M stapfte ich zu Promod, von dort aus zu C&A. Selbst Salamander gibt es in Frankreich.
Aber halt! Ich schrieb etwas von saublöder Idee. Ich kann kein Wort Französisch. Am Vorabend habe ich mir ein paar Grundvokabeln rausgesucht. Das Wichtigste: „Bitte!“, „Danke!“, „Auf Wiedersehen!“, „Sprechen Sie Deutsch?“ und „Hallo!“. Leider war kaum ein Franzose in der Lage, sich mit mir zu verständigen. Obwohl Straßburg im Elsass liegt und früher deutsch war, wollte (?) niemand mit mit Deutsch reden. Zu meinem Erstaunen begann eine Verkäuferin dann Englisch mit mir zu sprechen. Das war das Letzte, was ich erwartet hatte, aber es funktionierte. Ich verstand sie und sie mich. Den Rest umschiffte ich elegant, zahlte mit dem Wissen über den Preis und legte die Ware weg, hatte ich eine Frage dazu.
Reisemädchen in Frankreich! Saublöde Idee!
Zumindest kann ich jetzt sagen, dass ich im Ausland war. „Ich war schon in Frankreich!“, hört sich auch viel besser an, als „Ich war in den Niederlanden!“.
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3 Kommentare

  • Antworten Martina 21. August 2012 um 16:13

    Finde ich komisch, dass sich alle geweigert haben mit dir deutsch zu reden. Hab vorhin in diesem blog gelesen, dass das im elsass kein problem wäre. aber vllt ist das auf dem land dort wieder anders 😉

  • Antworten Lillicious 27. März 2013 um 16:30

    Naja, die Franzosen haben wirklich ihren stolz, die lassen sich wirklich nich darauf ein. In Paris geht das schon eher. Vor ca. 3 Wochen habe ich einen Franzosen in Portugal kennen gelernt, der konnte auch kein Wort englisch bevor er nach Portugal gezogen ist. Die sehn das da irgendwie nicht als notwendig an.
    So schlimm find ich das aber auch gar nicht, schließlich kommen wir in ihr Land, also warum sollten wir dann nicht vor Beginn der Reise wenigstens einen Reiseführer kaufen mit den Grundvokabeln. 😉 Glücklicherweise spricht jeder Zeichensprache, irgendwie gehts immer 🙂 Aber Straßburg möchte ich auch unbedingt mal sehn. Das ist so nah, dass man es fast schon vergisst dass es existiert 🙂
    Dein Blogeintrag dazu gefällt mir sehr gut 😉

    Liebe Grüße
    Lilli
    lillicious-blog.blogspot.de

  • Antworten Luxxxa 12. Juli 2013 um 20:03

    Cooler Post!
    LIKE!!!!

    luxxxa.blogspot.de

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