„Typisch Hamburg“ – Essen mit Freunden im Speicher 52

veröffentlicht in Ausflüge Bloggerevent Hamburg Restaurant am 7. Oktober 2016

Zu einem geselligen Abend unter Freunden gehört für mich ein vernünftiges Essen. Ich mag es, wenn alle Menschen zusammen kommen, der Tisch gedeckt wird, sicher jeder nimmt, was er mag und so viel er möchte, man stundenlang quatscht und es sich gut gehen lässt. Für mich ist sowas Balsam für die Seele. Man hat die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und alte zu vertiefen. Man ist einfach gemeinsam glücklich. 
Letzten Monat hatte ich die Möglichkeit, bei einem typisch nordischen Abend, in den Genuss eines solchen Erlebnisses zu kommen. Gemeinsam mit Hanna, Simone und Stephanie habe ich im Marriott Hotel Hamburg gekocht, gegessen, geschnackt und viel Spaß gehabt. Ich hatte vermutlich den (zweit-)schönsten Abend in meiner Zeit in Hamburg und davon möchte ich euch heute berichten.

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Unter dem Motto „Typisch Hamburg“ haben wir uns abends getroffen und die gemeinsame Zeit mit einem Drink und leckeren Häppchen begonnen. Ich hatte eine Ingwer-Basilikum-Limonade (soweit ich mich erinnere … die Mischung war famos eigenartig!) mit Gin. Etwas herb, aber sehr lecker und erfrischend! Dazu gab es Crostini mit Rindertatar und Pumpernickel mit hausgebeiztem Fjordlachs. Ich fand beides super lecker, muss mich an dieser Stelle aber zum Fleisch bekennen. Tatar ist so unfassbar lecker! Ich hätte den Abend damit abschließen können, wobei ich dann wohl einiges verpasst hätte.

Nach einem kurzen Kennenlernen hat uns Michael, der Küchenchef viel über die Herkunft der Produkte erzählt, dass er viel regional arbeitet und Produkte von umliegenden Höfen bezieht. Hamburg hat dafür aber auch die beste Lage: die Nordsee in der Nähe, das Alte Land um die Ecke und weite Wiesenlandschaften in Schleswig-Holstein. Die Speisekarte ist von dieser Regionalität geprägt. Es ist klassisch nordisch mit einigen Ausschlägen. Selbst der schwedische Klassiker Smørrebrød hat es auf die Karte geschafft. Wir sind an dem Abend, was Essen anbelangt, in Hamburg geblieben und haben uns an Hamburger Pannfisch mit verschiedenen Salaten sowie Havelländer Apfelschwein versucht. Naja, was heißt versucht, ich finde, wir haben das mit Bravour gemeistert. Wir haben den Kabeljau, die Seezunge und den Rotbarsch selbst filetiert – natürlich mit Hilfe des Meisters und ganz viel Liebe in den Gurken- und den Kartoffelsalat gesteckt. Ich habe gelernt, dass man eine Seezunge von Schwanz zu Kopf häutet und eine Rotzunge von Kopf zu Schwanz. Ich war total überrascht, wie easy man die Haut in einem abziehen kann. Das ist fast wie Leder. Also kein Wunder, dass man diese zum Essen eher abziehen sollte.

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Serviert wurde, wie ich bereits oben erwähnt habe, im „Family Style“. Alles kam auf den Tisch und jeder hat sich genommen, was er wollte. Mein Highlight zu dem Pannfisch war definitiv die hausgemachte Remoulade und die Bratkartoffeln. Ich liebe es ja, wenn die Kartoffeln knusprig sind und man Speck und Zwiebeln gut schmeckt. Auch von dem Fleischgericht habe ich probiert und uiuiui … das war verdammt zart! Wir haben an dem Abend viel gequatscht, Michael von Blogs und Social Media erzählt und mehr über das Restaurant erfahren. Es ist noch gar nicht so lange her, dass der Speicher 52, so heißt das Restaurant im Marriott, umgestaltet wurde. Es wirkt einfach so schön heimelig. Definitiv ein Ort, an dem ich mich wohl fühle! Und in der angrenzenden Pianobar gab es an dem Abend sogar Live-Musik. Ich stehe da total drauf. Ich hätte noch stundenlang neben dem Klavier sitzen und lauschen können. So ging es mir ja auch damals in Krakau schon, als ein Pianist in einem Café spielte. Ich komme davon einfach nicht weg. Es ist entspannend und irgendwie einzigartig.

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Zum Nachtisch gab es einen Frischkäse-Honigkuchen, mit Honig vom eigenen Dach. Naja, nicht ganz dem eigenen Dach, aber vom Haus des benachbarten Renaissance Hotels, welches ebenfalls zum Marriott gehört. Dort stehen eigene Bienenkästen, die für immer frischen Honig sorgen. Wir haben uns sogar einmal die frische Wabe angesehen und probiert und ich muss schon sagen: es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich verschiedene Honigsorten schmecken! Einige machen sich ja Gedanken, dass Stadthonig durch höhere Abgasbelastung schlecht sein könnte, doch im Gegenteil. Diese Schadstoffe werden gar nicht vom Honig aufgenommen. Pestizide, mit denen hingegen Pflanzen gespritzt werde, schon. Dementsprechend ist der Stadthonig, wenn man es genau nimmt, sogar gesünder. Doch zurück zum Kuchen: es war ein No-Bake-Cake. Sehr lecker und sehr süß. Und wer mich kennt, weiß: mit Süß kann ich nicht schlafen gehen. Ich habe deswegen auch nur ein kleines Stück gegessen, um mir die leckere Hauptspeise nicht kaputt zu machen. Ich bin einfach ein Schleckermäulchen und liebe deftiges Essen. Seitdem ich alleine wohne, habe ich auch kaum noch Schokolade im Haus, aber immer eine Scheibe Käse oder Wurst. Für den Jappel zwischendrin. Naja und wie das so ist, hatte ich diesen auch nach dem Kuchen. Aber zum Glück sind wir nicht ganz so verfressen (also die anderen zumindest) und hatten ein paar Schnittchen über gelassen. Damit und mit wundervollen Gesprächen, habe ich den Abend dann beendet. Ich saß noch lange auf der Terrasse und habe Gespräche geführt. Es war ein so warmer Sommerabend, dass man im Top draußen sitzen konnte. Es war einfach so schön! Ich bin mit einem vollen, sehr zufriedenen Bauch und einem Lächeln im Gesicht nach Hause gegangen und kann den Speicher 52 einfach nur empfehlen. Mit Freunden und der Familie zusammen zu essen und das Essen zu teilen, ist nur in wenigen Restaurants möglich und macht den Abend zu einem besonderen Ereignis.


Speicher 52
ABC-Strasse 52
20354 Hamburg, Deutschland
Tel. +49 40 3505 0

Mo.-Sa. | Lunch: 11.30-14 Uhr | Dinner: 17-22 Uhr
So. | Lunch: 12.30-14 Uhr | Dinner: 17-22 Uhr


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*Vielen Dank an das Marriott Hotel Hamburg und den Speicher 52 für die Einladung. Ich habe mich sehr gefreut und werde den Abend sehr lange in Erinnerung behalten!

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