Verrückte Schnitzeljagd durch Bremerhaven – wie ich (m)eine Stadt ganz neu entdeckte

veröffentlicht in Bremerhaven am 28. Mai 2017

TSeit März bin ich Teil des Allgemeinen Studierendenausschusses und bekomme auch einige Aktionen über die Hochschule hinaus mit und darf an einigen sogar mitwirken. Gemeinsam mit der Stadt Bremerhaven und dem Pier der Wissenschaft haben wir vor einiger Zeit das Projekt „Scavenger Hunt“ realisiert und unterstützt. Da wir nicht an der Konzeption der Fragen beteiligt waren, durfte ich selbst teilnehmen und habe in den vergangenen Wochen mit meinem Team „Butter bei die Fischköppe“ die Stadt erkundet und einige der 150 Aufgaben gelöst.

Das Projekt wurde bereits in einigen deutschen Städten realisiert, so beispielsweise in Bochum, Wiesbaden oder Bremen und feierte großen Erfolg. Mir Bremerhaven läuft noch bis heute Nacht das aktuellste Projekt. Alle Teams, die aus zwei bis fünf Personen bestehen, haben zwei Wochen Zeit, die gestellten Aufgaben zu lösen. Diese führen durch die ganze Stadt und teilweise darüber hinaus. Mit einem Foto- oder Videobeweis werden die meisten Aufgaben gelöst und abgegeben. Besonders begeistert war ich von der Kreativität und der Vielfalt der Aufgaben. Der ein oder andere Punkt hat mich an Orte in Bremerhaven gebracht, die ich zuvor noch nie besucht habe, wie beispielsweise der Aussichtsturm am Containerterminal oder die Letzte Kneipe vor New York, in der wir gemeinsam ein Bierchen trinken sollten. Eine meiner Lieblingsaufgaben war auf jeden Fall auch die Herausforderung, alle Gruppenmitglieder auf ein A4 Blatt vor der Arbeitnehmerkammer zu stellen. Bei einem Zweier-Team sicherlich ein leichtes, zu fünft war das jedoch schwieriger, dafür aber auch um einiges lustiger.

Natürlich darf der nautische Charakter bei den Aufgaben nicht fehlen. Bei vielen war der Fischereihafen ein Schauort, bei einigen auch verschiedenste Schiffe, die Teil der Bilder oder Videos sein mussten. Wir haben viel gelacht und so viel Zeit wir nur möglich gemeinsam verbracht und Aufgaben gelöst – nicht ganz einfach, wenn ein Teil studiert, arbeitet, ehrenamtlich unterwegs ist (Stichwort Kirchentag) oder aber krank. Aber wir haben es gewuppt und ich habe mich hier in Berlin immer wieder über die vielen lustigen Fotos gefreut, die ich von meinen Fischköppen geschickt bekommen habe. Was habe ich gelacht, als ich die beiden Mädels als Piraten auf einem See gesehen habe, während ich in der Messe meiner Helfertätigkeit nachging – auch eine Aufgabe, die wir lösen mussten: eine gute Tat. Ich habe in der Zeit nicht nur drei Tage beim Kirchentag geholfen und war damit Teil von 5.000 Helfern, wir haben auch fleißig Plastikdeckel von Flaschen für Impfungen gesammelt.

Solltet ihr von einem solchen Projekt in eurer Stadt erfahren, empfehle ich eine Teilnahme! Es macht nicht nur wahnsinnig Spaß, man lernt sein zu Hause auch von einer anderen Seite kennen und entdeckt Orte, an die man ansonsten vielleicht nie geraten wäre. Dementsprechend geht auch ein Dank an alle Kooperationspartner und die Organisatoren. Es war eine wundervolle Erfahrung!

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2 Kommentare

  • Antworten Malte 1. Juni 2017 um 10:41

    Hallo Mareike,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Wir hatten viel Spaß bei den Abgaben und freuen uns riesig über solch ein positives Feedback!
    In diesem Sinne: Hunt on!
    Liebe Grüße
    Malte

  • Antworten Michael Gerber 1. Juni 2017 um 12:36

    Liebe Mareike,
    namens der Pier der Wissenschaft freuen wir uns als deren Geschäftsstelle über Deinen Blogbeitrag, der deutlich macht, wie viel Spaß Dir die Teilnahme an der Scavenger Hunt Bremerhaven gemacht hat. Das Du unsere Stadt von einer anderen Seite kennengelernt und Orte entdeckt hast, an die Du wahrscheinlich so nie geraten wärst, war für uns eine ganz wichtige Zielsetzung bei diesem Spiel. Über Deinen Dank an die Mitglieder der Pier der Wissenschaft, unseren Förderer BEG (ohne den es diese Hunt nie gegeben hätte) und an den ASTA der Hochschule Bremerhaven als Partner haben wir uns sehr gefreut.

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