Übernachten im Herzen der Hansestadt – Zwei Nächte im Renaissance Hotel Hamburg

veröffentlicht in Deutschland Hamburg Reisen am 1. August 2017

Es gibt wenige Städte, die so eine magische Wirkung auf mich haben wie Hamburg. In der Hansestadt fühle ich mich wie zu Hause, auch wenn ich bisher nur wenige Nächte vor Ort verbracht habe. Im Speckgürtel aufgewachsen, habe ich jedoch viele Samstagnachmittage dort verbracht und die Stadt lieben gelernt. Niemand könnte dieses Band jemals trennen. Umso schöner finde ich es, auch in der Nacht – im Dunklen – die Stadt erwachen zu sehen. Die Menschen zu beobachten, wie sie auf die Straßen gehen, feiern, sich unterhalten und das Leben genießen. Und dann einfach ins Bett fallen, das Fenster auf Kipp und mit dem Duft der Freiheit einschlafen. Das ist für mich Übernachten in Hamburg. Und das war für mich Übernachten im Renaissance, direkt in der Innenstadt.

Für zwei Nächte war ich Anfang Juni Gast des Hauses und konnte im Herzen Hamburgs übernachten. Direkt um die Ecke von Gänsemarkt und Jungfernstieg liegt das hanseatisch moderne Renaissance Hotel, welches der Hotelkette Marriott International angegliedert ist. Gemeinsam mit einer guten Freundin habe ich ein Deluxe-Zimmer mit zwei Queen-Size-Betten bezogen. Ein Meer an Betten quasi! Ich schlafe ja auch zu Hause schon gerne wie ein Seestern, aber das war die Premium Version des Seestern-Schlafens. Zumal die Bettdecke noch einmal breiter war als das Bett, so dass ich mich richtig vergraben konnte. Einfach rumwühlen und nicht jedes mal verzweifelt die Bettdecke suchen, weil es kalt wird.

Die Zimmer sind großzügig gestaltet und hanseatisch eingerichtet. Man kann gar nicht vergessen, dass man in so einer schönen Stadt ist. Nach einer unfassbar langen Anreise – danke, liebe Bahn – wurden wir sehr freundlich begrüßt und ich wurde sogar direkt erkannt. Wenn da nicht mal mein Link weitergegeben wurde. Ich habe mich sehr willkommen gefühlt und mir wurde alles wichtige erklärt, Hilfe angeboten und meine offenen Fragen wurden selbstsicher beantwortet. Selbst als wir am zweiten Tag in der Früh nach einer durchzechten Nacht nass geregnet vom Kiez wieder kamen, begrüßte man uns morgens um 6 mit einem freundlichen, warmherzigen Lächeln und einem zusprechenden Blick: das warme Bett ist nah!

Neben der Lobby ist das „Bricks – tea lounge bar“, eine gemütliche Bar mit Wohnzimmercharakter, die zum verweilen einlädt. Immer am letzten Donnerstag im Monat findet dort das Bricks Beat statt, ein Wohnzimmerkonzert als After-Work. Passend zur Happy Hour um 18 Uhr geht es los. Zudem bekommt man dort auch kleine Snacks zum erfrischenden Cocktail oder wärmenden Tee. Für den größeren Hunger lädt das Hotelrestaurant Broscheks zu Tisch. Wunderschöne, offene Räumlichkeiten, die zum verweilen, essen und bleiben einladen. Die Wände sowie die Einrichtung sind durch alte Zeitungen und Druckzubehör geprägt, was eine ganz tolle, warme Atmosphäre mit sich bringt. Dort fand auch das Frühstück statt und wir saßen an einem Morgen fast eineinhalb Stunden dort, weil es einfach so schön war. Und lecker! Oh meine Güte, ich habe selten so ein grandioses Hotelfrühstück erlebt. Eierspeisen, Pancakes, verschiedene Brötchen, Gebäck – auch Franzbrötchen – und sogar Vollkorn Croissants. Es gab kleine Smoothie-Shots und frisches Obst, man konnte sich Kresse runterschneiden oder an der ausgewählten Käseplatte bedienen. Hinzu kamen furchtbar nette Bedienungen, die – ja, besonders die männlichen – den einen oder anderen Blick auf sich gezogen haben. Vielleicht war auch das der Grund, wieso wir hier so lange verweilten. Oh und ihr glaubt gar nicht, wie wundervoll der Rollmops am Morgen nach dem Kiez war. Ein wahrer Traum! Können wir bitte nochmal zurückspulen? Ich würde gerade so gerne noch einmal dieses Frühstück genießen. WAR DAS LECKER!

Was gibt es noch zu sagen? WLAN ist natürlich vorhanden, eine Minibar nicht, jedoch ein kleiner Shop an der Rezeption und auch einen kleinen Fitnessbereich gibt es. Ein weiteres Highlight sind die zusätzlichen zehntausenden Bewohner des Hauses. Auf dem Dach befinden sich nämlich Bienenstöcke, mit dessen Hilfe Hamburger Stadthonig hergestellt wird. Bereits bei meinem ersten Besuch im Marriott Hotel durfte ich ein Glas mitnehmen, das derzeitig bei mir in Benutzung ist und ich kann nur betonen, wie lecker der Honig ist. Sehr cremig und intensiv im Geschmack. Schon schade, dass der irgendwann alle sein wird. Ihr merkt vielleicht: ich komme aus dem Schwärmen nicht heraus. Negatives? Nein, das wäre Meckern auf hohem Niveau. Ich mochte zum Beispiel den Geruch der Seife nicht, aber da müsste ich dann schon wirklich sehr kleinlich sein. Bin ich aber nicht, ich habe einfach meinen eigenen Kram genutzt.

Ich kann wirklich nur jedem einen Aufenthalt im Renaissance empfehlen. Sicherlich ist dies preislich von einem Hostel meilenweit entfernt, aber alleine für die unmittelbare, fußläufige Nähe zur Innenstadt und der ruhigen Lage sowie die hochwertige Einrichtung lohnt es sich. Das ist noch Hotellerie auf hohem Niveau und definitiv ein kleines Highlight meiner bisherigen Hamburg Besuche. Ich würde sehr gerne einmal wiederkommen. Und wenn es nur für das Frühstück ist!


Renaissance Hamburg
Große Bleichen
20354 Hamburg


*Ich wurde vom Renaissance Hotel eingeladen und war Gast des Hauses. Meine Meinung basiert jedoch auf meinen Erfahrungen vor Ort und zwei Nächte, in denen ich mich sehr, sehr wohl und willkommen gefühlt habe.

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