Projekt Seerosenteich – Eine Konzertreise

veröffentlicht in Uncategorized am 2. Juli 2012

Ich war noch nie wirklich auf einem Konzert. Auf dem Kirchentag im letzten Jahr war ich bei Samuel Harfst, aber das war für mich eher ein Teil der großen Veranstaltung. Ich wollte auf ein richtiges Konzert. Auf ein Konzert, bei dem ich mich ganz und gar auf einen Künstler konzentrieren kann. Wo ich mich fallen lassen kann und nicht auf das Drumherum achten muss. Ich wollte etwas erleben. Und so bestellte ich Anfang Februar die Karten für Philipp Poisel. Projekt Seerosenteich in Hamburg Ende Mai.

Ich wusste nicht, was mich erwartete, doch seine Musik hatte mich schon lange in den Bann gezogen und so war es relativ sicher, dass ich Gefallen finden würde.
Und dann kam der Tag des Konzerts. Worte für diesen Abend zu finden, fällt mir schwer. Magisch, individuell, bunt, berührend. Originell, wärmend, reizend, liebevoll, atemberaubend. All diese Wörter können wohl kleine Teile des Konzerts beschreiben. Es war mehr als ein Konzert – es war eine Mischung aus Kabarett, Schauspiel und Konzert.
Die Bühnenbilder waren Kunstwerke. Durch einen Diaprojektor wurden bunte Schattenbilder an die Wand geworfen, jedes für sich eine eigene kleine Welt. Es wurde sich um ein unechtes Lagerfeuer gesetzt, ein kleiner Garten zierte die Bühne und ein Leuchtturm-ähnliches Gebilde stellte eine Rakete dar. Balletttänzerinnen zogen mich in ihren Bann und jede Melodie wurde zu einem kleinen Abenteuer.
Dieses Konzert hat all meine Erwartungen übertroffen und wird nicht so schnell zu toppen sein.
Nur die Location habe ich zu bemängeln. Geplant war das Konzert für die Laeiszhalle in Hamburg. Vom Ambiente hätte es gepasst. Alte Fassade, einer Oper ähnelnd, und mit dem Flair, der dieses Konzert vollendet hätte. Leider wurde es aus technischen Gründen in die Sporthalle verlegt. Die Akustik eines kleinen Suppentopfs und die Aussicht eher für einen Boxkampf als für ein Konzert geeignet. Doch der Blick auf die Bühne ließ all dies in den Hintergrund rücken und bildete seine eigene kleine Welt.



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