Reisemädchen goes Beijing – die Vorbereitungen

veröffentlicht in China Reisen am 18. Dezember 2016

In wenigen Wochen starte ich das vielleicht bisher größte Abenteuer meines Lebens. In nur 30 Tagen sitze ich im Flieger nach München, um von dort aus nach Peking zu fliegen. Meine erste Langstreckenreise. Ob ich aufgeregt bin? Come on! Nein, mal ehrlich … bisher noch gar nicht. Ich glaube das alles noch nicht wirklich. Es war eine ganz spontane Idee und ich habe auch relativ kopflos die Flüge gebucht. Es ist nur noch knapp ein Monat, aber trotzdem bin ich bisher die Ruhe selbst. Ich vermute allerdings, dass sich das ändert, sobald ich meinen Koffer packe, zu meinen Eltern fahre und mein Papa mich zum Flughafen bringt.

Moment, an dieser Stelle muss ich mich ein wenig korrigieren. Jetzt, wo ich hier sitze und diesen Post schreibe, macht sich ein mulmiges Gefühl in meinem Bauch breit. Ein wenig Angst, Vorfreude und ganz, ganz viel Aufregung. Ich merke förmlich, wie die Spannung meinen Körper entlang kribbelt. Ich bin das Reisemädchen, doch bisher habe ich wenig gesehen. Ich bin vorsichtig, vielleicht sogar ein kleiner Schisser. Ich lebe in meiner Comfort Zone und aus der breche ich selten aus … aus der bin ich selten ausgebrochen. Ich breche aus. Genau jetzt. Ich vage etwas. Ich starte das erste große Abenteuer meines Lebens. Und euch nehme ich mit!

Wer mich schon eine Weile verfolgt, weiß, dass ich ein absoluter Listen-Mensch bin. Ich bereite alles vor. Ich plane mein Essen für die Woche, schreibe ToDo Listen allgemein und für jeden einzelnen Tag. Ich führe fein säuberlich meinen Kalender – analog und digital. Und ich liebe Packlisten. Ich muss sicher gehen, dass ich nichts vergesse. Und ich habe so lange auf diesen Moment gewartet. Schon im September wollte ich die Packliste für Peking schreiben. Vier Monate vor Abflug – was ein Schwachsinn. Aber jetzt, wo es nur noch 30 Tage sind, kann man das schon mal machen. Außerdem habe ich eine ToDo Liste geschrieben mit Dingen, die ich noch benötige und die noch erledigt werden müssen, bevor ich das Land verlasse. (Das hört sich jetzt an als würde ich fliehen. Aber ich komme zurück. Freut euch nicht zu früh!) Die Liste möchte ich euch heute zur Verfügung stellen. Für all diejenigen, die auch mal spontan nach China fliegen wollen. Oder solche, die ihre Reise genauso durchstrukturieren und planen, wie ich es nun tue.

Der Januar ist der kälteste Monat des Jahres. Es sind im Durchschnitt -12 bis 1 °C, bedeutet, dass es kalt wird. Es wird schweinekalt! Generell habe ich damit kein Problem, aber so weit von zu Hause weg, ist das irgendwie schon ein großer Punkt auf der Liste mit Dingen, die mich beschäftigen. Kälte bedeutet, dass ich nicht nur viel sondern vor allem dicke Kleidung brauche. Dazu Stiefel, Schal, Mütze und was sonst noch warm hält. Sicherlich, in einer Reisetasche bekomme ich die Dinge nicht untergebracht. Also musste neben einer neuen Winterjacke auch noch ein neuer Koffer her. Ich hatte das Glück, mir bei Titan einen Koffer aussuchen zu dürfen. Ich hatte ein paar Ansprüche: gute Qualität, Hartschalenkoffer, groß genug für all meinen Kladderadatsch und vier Rollen. Als kleines Hipstermädchen zusätzlich eine schöne Farbe. Und was soll ich sagen: ich klickte mich durch die Webseite und ich verliebte mich in den Titan Prior. So majestätisch, in einem wundervollen Grün und Made in Germany. Kinners, mein Herz ist gehüpft. Und erst recht, als er bei mir ankam. Auf Snapchat habe ich damals schon gezeigt, wie schön er rollt. So sexy! Lieber T., der Prior hat dich leider als Tanzpartner abgelöst. Du führst zwar deutlich besser, aber wie er durch den Raum gleitet, ist wirklich sehr, sehr wundervoll! Außerdem hat er ein Schließsystem, welches zum Patent angemeldet wurde, und keinen Reißverschluss. Das geht schnell, ist stabil und schließt zuverlässig. Und es kann nichts so einfach rausreißen. Also zusammengefasst: ich habe einen treuen Begleiter für meine Reise und einen Punkt meiner ToDo Liste abgehakt.

Ein weiterer Punkt, den ich bereits streichen kann, ist das Visum. Anträge können in Berlin, Frankfurt, München oder Hamburg gestellt werden. Das Visum kostet um die 95 Euro und muss persönlich oder mit Vollmacht im Visa Centrum beantragt werden. Dazu füllt man einen Fragebogen aus, muss einen gültigen Reisepass mitbringen sowie ein Passfoto und eine Unterkunft sowie die Flüge vorweisen – achja. Flüge, die habe ich auch. Dazu aber gleich mehr. Ich habe also das Formular ausgefüllt, ausgedruckt, alle unterlagen zusammen gesammelt, online einen Termin gemacht und bin nach Hamburg gefahren. Eine halbe Stunde vor meinem Termin war ich aus dem Center wieder raus. Alles abgegeben, Abgabe unterschrieben und das Abholformular in den Händen gehalten. Ich war super perplex. Behörden kenne ich langsam. Sehr langsam. Ich hatte eigentlich zwei Stunden für den Termin eingeplant. Kann doch niemand ahnen, dass das so schnell geht. Wer keine Möglichkeiten hat, persönlich den Antrag zu stellen oder eine bevollmächtigte Person hin zu schicken, kann den Antrag auch postalisch stellen. Allerdings zahlt ihr für diesen Service noch einmal gut 35 Euro oben drauf. Ob ihr dazu bereit seid, diese Mehrkosten zu tragen, müsst ihr abschätzen. Da mein Studententicket bis nach Hamburg gültig ist, kam es für mich gar nicht in Frage.

Den Antrag habe ich an einem Freitag Nachmittag gestellt. Laut Abholformular sollte ich mein Visum bereits am Dienstag abholen können. Bei Verzögerungen, Problemen oder Fragen wird man angerufen. Ab dem Datum der Fertigstellung hat man vier Wochen Zeit, das Visum abzuholen. Ich habe meinen Vater bevollmächtigt, ihm den originalen Abholschein geschickt und ein paar Tage später kam über WhatsApp ein Foto meines Reisepasses. Ich habe nun die offizielle Erlaubnis, in die Volksrepublik China einzureisen.

Die Flüge also. Die Flüge habe ich als erstes gebucht. Ich hatte die Wahl zwischen Air China, Lufthansa und British Airways. Auch Emirates wäre möglich gewesen. Emirates flog schon früh wegen des Preises aus der Auswahl. Dort hätte ich 100 Euro mehr gezahlt. Von Air China wurde mir von verschiedenen Personen abgeraten. Die Sicherheitsstandards seien zwar überall gleich, die Einrichtung und Servierwagen allerdings aus den 70ern. Also blieben noch British und Lufthansa. Meine erste Wahl war British, weil ich sehr gerne über London geflogen wäre, allerdings wusste ich ja noch nicht sicher, ob ich das Visum bekomme und so habe ich ein bisschen recherchiert und bei den Airlines nachgefragt, ob es gesonderte Konditionen für eine Stornierung gibt, sollte ich kein Visum bekommen. Da die Lufthansa eben solche Regelungen hat und man kostenlos stornieren könnte, British allerdings nicht, entschied ich mich letztendlich für Lufthansa. Nun fliege ich am 17. Januar über Zürich hin und am 29. Januar über München zurück. Insgesamt zahle ich ungefähr 450 für Economy Class.

Was gibt es sonst noch zu planen? Ich habe bereits meinen Impfpass überprüfen lassen und alle wichtigen Arzttermine in die Wochen vorher gelegt. Für China wird die Impfung gegen Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A empfohlen. Da meine Standardimpfungen alle auf dem aktuellen Stand sind, muss ich nur noch die Hepatitis A Impfung machen lassen. Das werde ich direkt in der ersten Januar Woche machen lassen, vielleicht aber auch noch diese Woche.

Ansonsten stehen noch folgende Dinge an:

  • Auslandskrankenversicherung beantragen (bietet meine Krankenkasse für 10 Euro im Jahr an)
  • Girokonto freischalten (Ich zahle bei meiner Bank 3 Euro pro Abhebung, also deutlich weniger als die Gebühren für das Wechseln von Geld)
  • Ausflugsplanung (ich nutze dafür ein Pinterest-Board und den DUMONT Reiseführer)
  • Adressen ausdrucken (für mögliche Sprachbarrieren drucke ich alle wichtigen Adressen auf chinesisch aus: Arbeitsstelle meiner Gastgeber und Unterkunft)

Und ich glaube, dann kann es jetzt auch bald losgehen. Genau ein Monat ist es noch – 30 Tage. Und langsam steigt meine Aufregung. Ich freue mich auf das Reisen! Und irgendwie habe ich schon jetzt das Bedürfnis meine nächste Reise zu buchen. Ich bin so gespannt, welche Eindrücke mich erwarten. Ich werde euch natürlich, soweit möglich, bei Snapchat (girontravel) oder Instagram Stories (@girlontravelblog) mitnehmen.

Die Fotos von mir hat übrigens die liebe Nina gemacht. Schaut doch mal bei ihr vorbei!

 

*Dieser Post entstand in Kooperation mit Titan und enthält werbende Inhalte

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1 Kommentar

  • Antworten Oli 25. März 2017 um 23:32

    Ich bin häufig mit Air China geflogen und habe nie schlechte Erfahrungen mit der Airline gemacht. Die Flugzeuge sind übrigens defintiv nicht aus der 1970er-Jahren. Sie sind laut Wikipedia durchschnittlich etwa 6 Jahre alt. Zum Vergleich: Das Durchschnittsalter bei Lufthansa liegt bei 11 Jahren. Air China hat also tatsächlich sehr viel moderneres Flugmaterial. Auch beim Entertainment und dem Essen würde ich Air China mehr Punkte geben als Lufthansa, wobei Lufthansa natürlich den Vorteil hat, dass die Filme auf Deutsch zu sehen sind. Aber da die beiden Airlines sowieso im Codeshare fliegen, spielt es keine Rolle, welche Airline zu nimmst, da du dann unter Umständen eh bei der anderen drin sitzt. Du bist ja letztlich auch mit Swiss geflogen und nicht mit Lufthansa, wenn ich das richtig gesehen habe.
    Gruss,
    Oli

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