Bremen – New York – Hongkong: Wie ich in eineinhalb Stunden durch die Welt jettete

veröffentlicht in Ausflüge Bremen am 11. Dezember 2016

Ich bin das Reisemädchen. Zumindest kennen mich viele meiner Freunde so. Unter „girlontravel“ geistere ich jetzt seit fast sechs Jahren durch das Internet. Was als Nickname anfing, entwickelte sich zu einem Hobby, einer Leidenschaft, einem Künstlernamen. Ich habe noch nicht viel von der Welt gesehen, aber ich reise ständig … und vor wenigen Wochen ging es nach Bremen. Es sind nur knapp 60 Kilometer und doch führte mich mein Weg zu einem großen Abenteuer. Gemeinsam mit meinem Nachbarn Max durfte ich einen Airbus A320 fliegen.

Vor einigen Monaten bekam ich eine Einladung, den Flugsimulator in Bremen zu testen. Ich war ganz euphorisch. Ich liebe es, zu fliegen, was allerdings im Cockpit los ist, während ich entspannt in der Reihe sitze und aus dem Fenster schaue, wusste ich bisher nicht. Und nun hatte ich die Möglichkeit, einmal selbst die Hebel zu ziehen. Ich war richtig aufgeregt. Ich habe nie gewusst, dass man als Privatperson ein solches Abenteuer erleben kann – ich kannte Flugsimulatoren nur als Computerspiele.

An einem Donnerstagabend haben wir uns in den Zug nach Bremen gesetzt und sind von dort aus mit der Straßenbahn weiter zum Flughafen gefahren. Der Simulator ist direkt im Terminal und sehr einfach erreichbar. Man bucht online ein Flugpaket – wahlweise exklusiv oder einem weiteren Kunden zugeordnet. So kann man entweder alleine oder mit einer Begleitung 60 oder 120 Minuten fliegen oder wird einer Person zugeordnet und ist 30 Minuten Pilot und 30 Minuten Co-Pilot. Die Pakete kosten in Bremen zwischen 99 Euro und 338 Euro und eignen sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk oder besonderes Erlebnis zum Geburtstag, da es einfach etwas absolut besonderes ist.

Wir haben zu Beginn 20 Minuten Einführung in die Technik bekommen. Alle Mitarbeiter sind selbst Piloten – im Ruhestand, in der Ausbildung oder sogar aktiv. In einer kurzen Präsentation wird über Aerodynamik, Funktionalität und Sicherheit gesprochen. Start und Landung werden in kurzen Animationen gezeigt und das Gelernte wird mit Grafiken abgefragt. Und danach geht es schon los. Es geht wahnsinnig schnell und plötzlich ist man Pilot und sitzt in dem ausrangierten Cockpit des Airbus.

Es gibt verschiedene Flughäfen zur Auswahl. Angefangen haben wir mit Bremen. Ein sehr einfacher Flughafen. Wir sind gestartet, haben eine Schleife über die Stadt gedreht und sind wieder gelandet. Pilot und Co-Pilot arbeiten Hand in Hand und steuern mit Hilfe des Mitarbeiters das Flugzeug. Obwohl es in Bremen nur eine Projektion auf eine Rundum-Leinwand ist, hat man das Gefühl, das Cockpit bewege sich. Man hat während des gesamten Fluges Hände voll zu tun. Ich habe eine Weile gebraucht, mich an die Steuerung zu gewöhnen, aber mit der Zeit ging es sehr gut. Nach der Landung haben wir gewechselt. Max ist in Hongkong geflogen. Vom neuen Flughafen zum alten, der innerstädtisch liegt. Unter Piloten galt er als schwerster anzufliegender  Flughafen der Welt, da man sehr nah an den Hochhäusern vorbei fliegt und vor Ort oft schwierige Winde herrschen. Wir sind die Strecke ohne Wetter geflogen, doch so nah an den Häusern vorbei zu fliegen und quasi schon wieder die Landung vorzubereiten, obwohl man gerade erst in der Luft ist, ist nicht ohne. Max hat den Flug allerdings mit Bravour gemeistert. Viel, viel besser als ich. Vermutlich hätte ihm selbst ein starker Wind nichts ausgemacht. Ganz sanft hat er den Vogel wieder auf die Erde gesetzt. Wir sind beide mit einem breiten Grinsen und voller Euphorie aus dem Cockpit gegangen. Am liebsten hätten wir noch eine Runde gedreht, noch eine Schleife über New York gedreht oder wären in Dubai gelandet. Wir hatten einfach so viel Spaß und die Stunde ging so schnell vorbei.

Nicht nur in Bremen steht ein Flugsimulator, auch in Berlin, Böblingen/Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, München und Wien kann man abheben. An den verschiedenen Standorten gibt es verschiedene Cockpitmodelle und zum Teil auch Full Flight Simulatoren, die sich bewegen und für die Ausbildung der Lufthansa Piloten genutzt werden. Man bekommt ein sehr professionelles Komplettpaket und ein einmaliges Erlebnis, das ich jedem Reisefan und Wunsch-Piloten empfehlen kann.

Während unseres Besuches habe ich ein paar Aufnahmen gemacht und zusammen geschnitten. Wie viel Spaß wir hatten und wie konzentriert wir das Flugzeug geflogen haben, könnt ihr auch in meinem neuesten Youtubevideo sehen.


Flugsimulator
Flughafen Bremen
Terminal 3
28199 Bremen
Tel. 0421 2413370

Mo.-So. 7 bis 17 Uhr

*Ich wurde zu diesem Erlebnis eingeladen, bin aber nicht verpflichtet, darüber zu schreiben. Die Äußerungen in diesem Post entsprechen voll und ganz meiner eigenen Meinung.

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3 Kommentare

  • Antworten Tabea 12. Dezember 2016 um 07:25

    Wow, das klingt ja nach einem mega coolen Erlebnis! Ich wusste bisher auch nicht, dass man als Privatperson in echte Flugsimulatoren rein darf, wenn man sich ein Ticket kauft.

    Ich glaube, jetzt werde ich wohl ewig davon träumen, auch mal selbst abzuheben… Denn selbst wenn der Preis sicher gerechtfertigt ist, ist er ja doch nicht gerade gering.

    Das Video von euren Flügen schaue ich mir nachher auch noch an – aber lieber in groß auf dem Laptop und nicht am Handy 😉 So ein Flug muss ja schließlich gewürdigt werden!

    Liebe Grüße

  • Antworten Jessica 12. Dezember 2016 um 12:29

    Das sieht nach jeder Menge Spaß aus! 🙂 Klingt total spannend sone Flugsimulation. Liebe Grüße! Jessica

  • Antworten Monatsrückblick November und Dezember - Habutschu! 31. Dezember 2016 um 08:00

    […] Ein richtig cooles Erlebnis gab es bei Mareike: Im Flugsimulator selbst abheben. […]

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