Mit Blick auf die Gracht – zu Besuch in Amsterdam

veröffentlicht in Niederlande Reisen am 2. August 2016

Reisen ist für mich immer eine Ausflucht aus dem Alltag und auch ein bisschen Flucht vor mir selbst und allen Verpflichtungen. Genauso schön ist es aber auch, wieder nach Hause zu kommen. Im Radisson Blu habe ich immer ein bisschen das Gefühl, zu Hause zu sein. Vieles ist so vertraut, freundlich und einfach bequem. Genauso auch bei meiner letzten Reise nach Amsterdam. Ich hatte die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden, mit dem Rad an den Grachten lang zu fahren und die Freundlichkeit der Niederländer zu genießen.

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Für zwei Nächte waren Ashley und ich im Radisson Blu Hotel Amsterdam, welches direkt an der Gracht Kloveniersburgwal und somit nur zehn Gehminuten von der Innenstadt entfernt liegt. Ein wundervoller Gebäudekomplex, bestehend aus zwei Häusern, die mit einem unterirdischen Gang miteinander verbunden sind.

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Die Architektur finde ich beeindruckend. Eine alte Kirche und das Gemeindehaus wurden saniert und miteinander verbunden. Man erkennt Züge davon noch im Gemäuer und die alten Kirchfenster wurden in der Pastorie Bar weiter verwendet. Die Bar ist wirklich besonders und hat absolut Charme. Es gibt auch immer einen Cocktail des Monats, im Juli einen mit Erdbeeren und Basilikum – wirklich sehr lecker! Man fühlt sich ein bisschen wie in einer alten, luxuriösen Schiffersgilde. Das große Foyer der Hotels, in dem auch der Empfang ist, erinnert an ein Atrium und ist durch das große Glasdach dauerhaft hell.

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Wir waren im Nebenhaus untergebracht, in denen vor allem moderne Räume und Suiten sowie die Tagungsräume und ein Fitnessstudio untergebracht sind. Im Haupthaus findet man in einigen Zimmern noch die alten Balken des Gemäuers, so beispielsweise in dieser Junior Suite. Unser Zimmer war im Nebengebäude und hatte eine weite Fensterfront mit tiefen Fensterbänken und einem atemberaubenden Blick über die Gracht. Mit einem Kissen konnte man es sich dort besonders bequem machen und das Treiben auf den Straßen beobachten.

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Amsterdam ist für mich ein touristisches Wunderwerk. In den Hauptstraßen herrscht viel Trubel, man kann sich von der Masse an Menschen treiben lassen, diese beobachten und ein bisschen von der heiteren Stimmung aufgreifen. In den Nebenstraßen merkt man aber schnell, welche Ruhe und Gelassenheit diese Stadt mit sich bringt. Man kann sich genauso von der Ruhe und einer gewissen Einsamkeit treiben lassen. An vielen Cafés  sieht man junge Menschen Kuchen essen und lachen. Die Niederländer sind alle unfassbar freundlich und gelassen und das merkt man an jeder Ecke. Als ich an einer Brücke Fotos machte, wurde ich von einem freundlichen Herren auf ein anderes Motiv hingewiesen, das wirklich viel schöner war. Amsterdam ist für mich also die perfekte Mischung aus Urlaub und Städtetrip. Man kann viel sehen und trotzdem auch mal dem Trubel entkommen und sich auf die niederländische Mentalität einlassen. Am besten geht das mit dem Fahrrad. Das Hotel leiht auch Räder und so bin ich mit dem Rad durch den Süden der Stadt gefahren, durch den Oosterpark, an den Grachten und dem Anne Frank Haus vorbei. Ich habe Kaffee getrunken und Bagels gegessen, Supermärkte besucht und Enten beobachtet.

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Essen und Trinken in Amsterdam

Kulinarisch hat Amsterdam so einiges zu bieten. Sowohl preiswertes „Mainstream“-Essen für den Hunger als auch besonderes, handgemachtes und internationales für den besonderen Genuss. Ich habe mir zuvor ein paar Tipps über Instagram und Pinterest geholt und möchte euch heute drei besondere Orte zum Schlemmen und Genießen vorstellen.

Das erste Café/Restaurant ist das PLUK Amsterdam an der Prinsengracht. Ein gemütlicher kleiner Platz mit Galerie, Shop und Innenhof. Man findet vielerlei ausgewählte Designobjekte und kann nach dem Stöbern süße und salzige Kleinigkeiten essen. Es gibt Salate und Sandwiches, Kuchen und frische Säfte. Alles frisch zubereitet und gesund. Ich habe einen homemade Icetea getrunken und mir eine Emaille Auflaufform aus dem Sale gegönnt. Am liebsten hätte ich auch noch etwas gegessen, aber es gibt nur wenige Plätze und die Galerie im Obergeschoss war immer voll. Man sollte also ein bisschen Wartezeit einplanen. Ich denke, es gibt ungefähr 30 Plätze.

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Gegessen habe ich letztendlich in Gary’s Deli, einem kleinen Bagel Shop etwas außerhalb der Stadt. Ein gemütlicher kleiner Laden mit orientalischem Flair, der schon seit vielen Jahren in Amsterdam besteht. Man kann zwischen vielen verschiedenen Bagels zu guten Preisen wählen und sich eine Bagelsorte aussuchen. Die Bagels werden frisch vor Ort gebacken und man kann sich entscheiden, ob der Bagel getoastet wird oder nicht. Ich habe mich für einen Bagel mit Lachs, Gurke und Rucola mit Wasabi-Majo entschieden. Diese Mayonnaise war wirklich unfasbar gut! Nicht so scharf, wie ich gedacht habe und trotzdem mit einem eindeutigen Wasabi-Geschmack. Ein super Ersatz für klassischen Meerrettich zum Lachs. Dazu gab es eine Himbeer-Limonade. Ich saß über eine Stunde dort und habe das Treiben beobachtet und das kostenlose WLAN genutzt.

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Zu guter Letzt möchte ich euch das SLA vorstellen. Ein Restaurant mit beeindruckendem Konzept, welches es in Amsterdam, Den Haag und Utrecht gibt. Ich war in dem kleinen Geschäft in der Utrechtsestraat, in dem es nur 26 Plätze gibt. Zur Mittagszeit ist es sehr voll, am Nachmittag findet man aber ohne Probleme einen Platz. Ich habe mich vor Ort mit Feriel, der Shopmanagerin, unterhalten und sie hat mir alles über das Konzept erzählt. Im SLA bekommt man eine große Auswahl an leckeren Salaten, die ausschließlich ohne Brot serviert werden, was ich persönlich absolut in Ordnung finde. Brot kann zusätzlich gekauft werden, wäre mir persönlich aber zu viel gewesen, da in vielen Salaten auch Sättigungsbeilagen enthalten sind. Die Restaurants arbeiten ausschließlich mit saisonalen und regionalen Produkten und wechseln deswegen auch alle drei Monate ihre Karte und passen sie den verfügbaren Lebensmitteln an. Man hat die Wahl zwischen bereits zusammengestellten Salaten oder einem selbst gemischten Salat. Zudem gibt es immer einen Salat des Monats. Neben verschiedenen Kalt- und Heißgetränken gibt es auch immer Wasser, welches man sich kostenlos nehmen kann. Ich finde das Konzept wirklich klasse und einzigartig und würde mir so etwas auch für Deutschland wünschen. Ich liebe Salate und finde in Restaurants oft nur den typischen Gartensalat, einen Chefsalat und einen Ceasar Salad auf der Karte.  Im SLA habe ich eine Suhsi Bowl mit grünem Salat, Reis, Brokkoli, Lachs, Radieschen und Avocado gegessen. Dazu gab es ein Dressing mit Sojasauce und Ingwer und ich hatte wirklich das Gefühl, Sushi auf der Gabel zu haben. Wirklich unfassbar lecker und ich werde das demnächst auch einmal selbst nachmachen. Wer in Amsterdam ist, sollte einem der Stores definitiv einen Besuch abstatten.


PLUK Amsterdam
Reestraat 19
1016 DM Amsterdam


Gary’s Deli
Kinkerstraat 140
1053 EG Amsterdam


SLA
Utrechtsestraat 10HS
1017 VN Amsterdam


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Nach zwei Nächten bin ich mit einem lächelnden und einem tränenden Auge abgereist. Amsterdam hat sehr viel Charme und gerne würde ich noch einmal in entspannter Atmosphäre zurück kommen. Eine Freundin meinte schon, nächstes Mal wolle sie mich begleiten. Vielleicht nehmen wir das schon bald in Angriff.

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Ward ihr schon einmal in Amsterdam? Könnt ihr noch weitere Tipps für leckeres Essen hinzufügen?

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*Diese Reise ist in Kooperation mit dem Radisson Blu Hotel Amsterdam entstanden. Vielen lieben Dank für die gute Zusammenarbeit und den freundlichen Empfang. Ich habe mich absolut wohl gefühlt.

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